Snowboardcross-Facts

Im News-Briefli bringe ich jeweils unter „Äs chliises „guet z’wüsse“ über Boardercross“ den Snowboardcross-Sport etwas näher. Hier findest du das Archiv dieser Beiträge:


Die Elemente eines Boardercross-Kurses

News-Briefli, 19. Oktober 2022

Es gibt sehr viele Regeln, wie ein Kurs gebaut werden sollte, damit er FIS-Konform ist. Folgend habe ich die meiner Meinung nach wichtigsten Facts zusammengetragen, damit du am Fernsehen oder vor Ort mitfiebern und -reden kannst ;-).

Das Start-Tor, welches sich nach dem Kommando: „Riders Ready – Attention …“ innerhalb von einer bis fünf Sekunden nach Zufallsprinzip öffnet, wird Gate genannt. Auf den nächsten mindestens 80 Metern geht’s gerade aus, die Startgerade beinhaltet sehr viele eng aufeinanderfolgende Technik-Elemente. Normalerweise folgt danach die erste Steilwandkurve. Von da an wird jeder Kurs den Gegebenheiten wie Relief und Schneesituation angepasst. Neben einigen Abfahrts-Passagen gibt es eine Vielzahl von Elementen, welche in beliebiger Reihenfolge zu einer Strecke zusammengebaut werden. Die wichtigsten sind folgende:

Zum Schluss wird meistens noch ein grosser Sprung, eine Gerade und dann die Ziellinie passiert.


Die Snowboardcross-Geschichte

News-Briefli, 10. September 2022

Die zwei Amerikaner Steven Rechtschaffner und Greg Stump wollten für eine Extremsportart-Sendung eine Sportart erfinden. Steven hatte bereits seit Jahren die Idee, mehrere Snowboarder gleichzeitig einen „Parcours“ absolvieren zu lassen. Kurz danach investierten die beiden in Zusammenarbeit mit Blackcomb Mountain viel Aufwand in die Umsetzung der Idee und den Bau des ersten Kurses. Die Sendung wurde 1991 produziert, worauf einige Events in Kanada, den USA und Australien durchgeführt wurden. Rechtschaffner reiste an viele dieser Events, um die Veranstalter hauptsächlich beim Bau zu unterstützen. 

Der Gründungsname „Boardercross“ wurde als Markenzeichen geschützt, um sicherzustellen, dass die Events auf sichere, aufregende und respektvolle Weise für die Welt des Snowboardens veranstaltet werden. Er wollte nicht, dass dieser Name von der FIS (Internationaler Ski-Verband) übernommen wird, da er die Überzeugung der Mehrheit der Snowboarder teilte, dass eine Ski-Sanktionsbehörde nicht für Snowboard-Events zuständig sein sollte. Deshalb wird Boardercross von der FIS als „Snowboardcross“ betitelt, obwohl die Mehrheit der Boardercrosser ihren Sport immer noch mit dem ursprünglichen Begriff bezeichnet.

Im Jahr 2006 wurde Snowboardcross erstmals zu einer offiziellen Veranstaltung bei den Olympischen Spielen in Turin.