News-Briefli vom 23. März 2026
Wenn alles aufgeht: WELTCUPSIEG Nr. 2 & Schlussspurt in Kanada
| In der Türkei stand nach dem letzten News-Briefli nochmals ein Rennen an – unter den wohl schwierigsten Bedingungen, unter denen ich je Rennen gefahren bin: Neuschnee, extreeeem viel Wind. Der Kurs war teilweise deutlich langsamer, dann wieder viel schneller als an den vorherigen Tagen. Im Viertelfinale passte ich meine Linie nach der zweitletzten Kurve etwas zu wenig an – das kostete mich den Halbfinaleinzug. Trotzdem wusste ich: Bis dahin war ich schnell. Und ich spürte, dass es an der Zeit ist, genau das umzusetzen. Mit diesem Gefühl reiste ich ins österreichische Montafon. |
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| Der Trainingstag lief noch nicht wie gewünscht. Ich liess mich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konnte durch Videoanalyse und Visualisierung wichtige Erkenntnisse gewinnen. Und siehe da: Am nächsten Tag gewann ich die Qualifikation. Ich verwandelte den Druck in Energie und Selbstvertrauen – und merkte früh, dass heute etwas drinliegt. Im Viertelfinale gelang mir ein Start-Ziel-Sieg (gibt’s bei mir eher selten ;-)). Im Halbfinale reichte eine gute Fahrt für Platz zwei – und damit für den Einzug ins grosse Finale. Dort lag ich nach dem Start zunächst auf Rang drei. Doch bereits nach der zweiten Kurve konnte ich zwei Fahrerinnen überholen – und brachte die Führung bis ins Ziel. Neben mir standen die beiden Olympiasiegerinnen aus dem Einzel- und Teamrennen von Milano Cortina auf dem Podest – und ich mittendrin, ganz oben. Ein unglaubliches Gefühl. |
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| Diese Saison war bisher nicht ganz einfach…: In den Qualifikationen war ich oft schnell, in den Heats musste ich jedoch häufig zu früh die Segel streichen – ein kleines Puzzleteil fehlte mir irgendwie immer. Und jetzt ging plötzlich alles auf – vor Familie, Freunden, meinem Team und vielen mehr. Und das ausgerechnet an der Hauptprobe für die WM im März 2027 am selben Ort. |
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| Diesen Schwung nehme ich jetzt mit nach Kanada. Ich bin unterwegs nach Québec (Mont Sainte-Anne), wo am Samstag das Weltcupfinale stattfindet. Leider steht nur ein Rennen auf dem Programm – ein weiteres musste erneut aus finanziellen Gründen abgesagt werden. Diese Saison ist in dieser Hinsicht wirklich sehr schwierig. Aber: Die Strecke liegt mir, ich freue mich sehr! Letztes Jahr stand ich hier bei beiden Rennen auf dem Podest 😉 Samstag, 28. März 2026 / 17:00 Uhr Schweizerzeit 16:55 Uhr ORF1 17:15 Uhr Eurosport 1 (es gibt später noch einen Youtube-Link, welcher mit VPN funktioniert. Aber diese zwei Sender sollten fast alle haben :-)) Let’s gooo! |
| Äs chliises „guet z’wüsse„ Das Märchen meiner zwei Siege Im Dezember 2023 kehrte ich nach einer langen Verletzungspause nach Cervinia (ITA) zurück. Ich qualifizierte mich als 24. – mit dem letzten Finalplatz (6-er Heats) – und ging mit der Einstellung an den Start, dass ich absolut nichts zu verlieren habe. Allein die Qualifikation war bereits ein Erfolg. Niemand erwartete etwas. Und genau so, völlig befreit, gelang mir der Sensationssieg – und gleichzeitig das erste Podest seit 2009 für das Schweizer Frauenteam. Mehr als zwei Jahre später qualifizierte ich mich im Montafon auf Platz 1. Dieser Rang bringt automatisch andere Erwartungen mit sich – es gibt Interviews, man startet auf rot im ersten Heat und will diese Leistung bestätigen. Zudem war ich in Zwischenzeit mit einer WM-Medaille und mehreren Podestplätzen im grösseren Favoritinnenkreis angekommen. Auch dieses Rennen gewann ich. Ich finde diesen Vergleich symbolisch so schön. Er zeigt mir, was in diesen zwei Jahren alles passiert ist – wie ich mental gewachsen bin und wie weit mein Weg noch gehen kann, wenn ich weiterhin alles gebe. |
News-Briefli vom 7. März 2026
| Wenn ich möchte, könnte ich ein langes News-Briefli nur über die Olympischen Spiele schreiben. Die eineinhalb Wochen vor Ort waren interessant, lehrreich und sehr cool – ich halte es hier jedoch eher kurz, da ich im letzten News-Briefli einige Erlebnisse bereits erläutert hatte. Dann war da das Rennen… Ich hatte die Medaille im Kopf und bereitete mich mit allem, was ich hatte, auf den Wettkampf vor. Ich fühlte mich super – sowohl körperlich als auch mental. Es sollte jedoch nicht sein: In einem unglaublich starken Starterinnenfeld erkämpfte ich mir den Einzug in den Viertelfinal, scheiterte dort jedoch um wenige Zentimeter an der späteren Erst- und Zweitplatzierten. Hinzu kam ausgerechnet am Wettkampftag eine Grippe, die mich stark geschwächt hatte. Unter diesen Voraussetzungen war der Traum frühzeitig vorerst ausgeträumt. Die Top-10-Platzierung war unmittelbar ein kleiner Trost – mit etwas Abstand bin ich jedoch trotzdem mit der Leistung und der Vorbereitung sehr zufrieden. |
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| Wenn’s euch interessiert: SRF-Interview direkt nach dem Viertelfinale(runterscrollen :)) & meine Kolumne für mehr Insights meiner Gefühlslage 😉 |
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| Nach der Heimreise kurierte ich zuerst meine Grippe aus. Danach standen drei Tage Camp im Montafon (AUT) an, bevor wir letzten Montag in die Türkei flogen. Vor den Olympischen Spielen absolvierten wir aufgrund von Absagen nicht einmal die Hälfte der Weltcuprennen. In Erzurum (Ostanatolien, im Osten der Türkei) standen nun die nächsten Rennen auf dem Programm. Ursprünglich wären die beiden Rennen auf heute und morgen angesetzt gewesen. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage für heute Samstag wurde das erste Rennen jedoch um einen Tag vorverschoben, weshalb wir heute einen Ruhetag hatten. In der Qualifikation gestern fuhr ich Bestzeit! Da mir der Kurs nicht besonders liegt und ich im Training eher schlechte Fahrten hatte, überraschte mich das doch sehr. Gleichzeitig tankte ich dadurch Selbstvertrauen. Das Viertelfinale gewann ich und revanchierte mich bei der amtierenden Olympiasiegerin. 😉 Im Halbfinale kostete mich dann ein Fehler die Chance auf ein Finalticket. Im kleinen Finale wurde es nochmals eng und ich landete schlussendlich auf dem 7. Schlussrang. Es wäre sicherlich mehr drin gelegen – das kann ich morgen hoffentlich beweisen. |
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News-Briefli vom 11. Februar 2026
| Bevor ich meine riesige Vorfreude auf das Olympiarennen mit euch teile, gibt’s einen kleinen China-Rückblick: Die beiden Rennen in Dongbeyia endeten mit zwei Top-10-Resultaten.In den Trainings sowie in den beiden Qualis (3. + 4.) lief es sehr gut. In den Heats konnte ich dann leider nicht an diese Leistungen anknüpfen und verlor an beiden Tagen ein knappes Fotofinish um den Einzug ins Halbfinale.Jänu – abhaken, aus den Fehlern lernen und weiter! |
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| Weiter geht’s – denn: OLYMPIA steht vor der Tür!In der Zwischenzeit bin ich offiziell selektioniert worden, habe in Zürich meine Olympia-Ausrüstung abgeholt und bin am Mittwoch nach Livigno gereist. Es folgten zwei Trainingstage auf dem „nigunagunöie“ Cross. Diese verliefen so lala …Da hier noch nie ein Kurs stand, war vieles noch etwas verkorkst: Es ging nicht richtig auf, war sehr langsam usw.. Aber ich bin guten Mutes, dass es noch besser wird – übers Wochenende haben die Shaper noch einige Änderungen vorgenommen und heute war’s schon besser.Nun folgt morgen noch der vierte und letzte Trainingstag. |
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| Jetzt geht’s wirklich los!!! :-)))Am Donnerstag findet um 13:45 Uhr das Männer-Rennen mit Teamkollege Kalle Koblet statt.Am Freitag sind wir dran! Um 10:00 Uhr gibt’s die Qualifikation im SRF-Livestream (App), ab 13:30 Uhr finden die Finals statt. Diese werden auf SRF zwei live übertragen – oder zu 100 % sicher das ganze Rennen in der SRF Sport App unter „Milano Cortina“ → „Livestreams“.Wichtig: Bitte einschalten! Auch wenn ihr nicht aktiv mitschaut – wir sind auf eine grosse Einschaltquote angewiesen, damit in Zukunft auch Weltcups übertragen werden. Danke tuusig <3. Freitag, 13.2., 13:30 Uhr – SRF 2 und/oder sicher in der SRF Sport App …und wer den Mixed Teamevent am Sonntag fahren darf (eine von uns Frauen mit Kalle) wird nach dem Rennen am Freitag entschieden. TV time: Sonntag, 15.2., 13:30 Uhr – SRF 2 und/oder sicher in der SRF Sport App |
| Äs chliises „guet z’wüsse„ Olympisches Village und was ich hier schon alles erlebt habe 😉 Am Freitag fand die offizielle Eröffnungsfeier statt. Was für eine Ehre, mit diesem coolen Team einzulaufen und die grossartige Stimmung aufzusaugen!!!Im Village gibt’s zudem immer etwas zu tun. Es gibt verschiedene Spiele und Aktivitäten, ständig finden andere Wettkämpfe und Trainings statt, die man anschauen kann, und wir sind mit Krafttraining, Videoanalyse, Medienterminen und Physio beschäftigt.Meine bisherigen Highlights hier: Mathildes Olympiagold, Pin-Trading, Kaffeetrinken, das schöne Gym, die Swiss-Olympic-Geschenke, die Eröffnungszeremonie, die Trainings natürlich, die Fotosessions mit den Teamkollegen und den Ringen, die leeren Pisten und vieles mehr 🙂 |
News-Briefli vom 16. Januar 2026
| Ni hao aus China! Anfang Januar ging es nach der Weihnachtspause ins Pitztal (Österreich) für ein weiteres Trainingscamp. Dort holte ich mir den letzten Feinschliff für die kommenden Rennen. Letzten Sonntag flogen wir via Peking nach Shenyang, einer Stadt im Nordosten Chinas, nur rund 200 Kilometer von der nordkoreanischen Grenze entfernt. Am Montagnachmittag erkundeten wir Teile der 7-Millionen-Metropole. Es ist schon beeindruckend, wie anders diese Ecke der Welt ist. |
| Ich bin wirklich gerne hier (ich bin schon zum 4. Mal in China, zum ersten Mal in dieser Region): Die Kommunikation ist zwar schwierig, dafür sind die Menschen unglaublich freundlich. Und irgendwie ist und läuft hier alles ein Bisschen anders. Aufgrund der strengen Antidoping-Vorschriften (vor allem im Hinblick auf Olympia) dürfen wir zum Beispiel nicht ausserhalb des Hotels essen. Organisatorisch läuft vieles über gefühlt zehn Instanzen mehr als bei uns – weil kaum jemand selbst Entscheidungen treffen darf. Auch der Schnee unterscheidet sich deutlich: viel trockener, viel künstlicher irgendwie. Ah ja, und es ist eisig kalt… Aber genau diese Kontraste machen ein Land für mich spannend. Man kann sich hier und da etwas abschauen – und lernt gleichzeitig, das Zuhause noch mehr zu schätzen. |
| Genug über Land und Leute. Nach einem guten Trainingstag gestern gelang mir heute erneut eine Top-3-Qualifikation für das Rennen von morgen! :-)) Für die, die das Rennen live schauen wollen heisst das: früh aufstehen – die Heats starten bereits um 6:00 Uhr Schweizer Zeit (Frauen Heats jeweils ziiirka eine halbe Stunde später). Am Sonntag geht’s für einen zweiten Weltcup nochmals von vorne los 🙂 |
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News-Briefli vom 22. Dezember 2025
| Die ersten Rennen in Cervinia (ITA) sind Geschichte – und darauf lässt sich aufbauen! Nach überzeugenden Trainings und einem 3. Rang in der Qualifikation ging ich mit einem richtig guten Gefühl in die Finalläufe. Die Geschwindigkeit stimmt, die Motivation ist riesig. Im Viertelfinale gelang mir erstmals im Weltcup ein Lauf, in dem ich vom Start bis ins Ziel die Schnellste war – ein kleiner Meilenstein! Die Starts werden laaaangsam, aber sicher immer besser ;-). Auch das Halbfinale konnte ich für mich entscheiden. Im Finale lag ich zunächst vorne, wurde in der vierten Kurve jedoch aus dem Windschatten bedrängt. Aufgrund von Platzmangel konnte ich die Kurve nicht sauber fertigfahren und wurde – wie man so schön sagt – «aufgefressen». Der 4. Platz, hauchdünn hinter dem Podest, war im ersten Moment natürlich bitter. Doch schon kurz darauf überwog der Stolz über einen sehr gelungenen Saisonauftakt. |
| Besonders freut mich, dass sich die intensive mentale Arbeit aus dem Sommer bereits im ersten Wettkampf ausgezahlt hat. Dass ich diese Tools so früh in der Saison erfolgreich anwenden konnte, ist für mich persönlich ein riesiger Schritt. Auch snowboardtechnisch stimmt mich Cervinia sehr positiv: Der Speed ist da und ich konnte die technischen Fortschritte in den Wettkampf übertragen. Das ist enorm wertvoll – vor allem, da wir bis Olympia nur wenige Wettkämpfe haben, um die entscheidenden Stellschrauben richtig zu setzen.… und apropos Olympia: Mit diesem Resultat habe ich die nationale Qualifikation geschafft! Das ist zwar noch nicht gleichbedeutend mit der Selektion, aber die Normen sind erfüllt – juhuuu! Am Sonntag startete ich gemeinsam mit Kalle Koblet im Teamevent als Schweiz 1. Leider unterliefen uns beiden zu viele Fehler, und die Konkurrenz war sehr stark. So schieden wir bereits im Viertelfinale aus. Halb so wild – der «Plämpu» soll vor allem in Livigno kommen . |
| Ausblick Über Weihnachten bin ich zuhause, werde die Zeit nutzen, um viel privat snowboarden zu gehen und Energie zu tanken. Kurz nach Neujahr reisen wir für Trainings an die Reiteralm (Schladming, AUT), bevor es am 11. Januar für den nächsten Weltcup-Doppelevent nach China geht. Von da lest ihr dann zum nächsten Mal 🙂 Nun wünsche ich euch superschöne Festtage und einen energiegeladenen Start ins 2026! Sina |
News-Briefli vom 23. November 2025
| Die Vorbereitung auf die neue Saison ist fast abgeschlossen – von Magglingen über Argentinien und die europäischen Gletscher, mit einem Halt im Zürcher Hallenstadion, im Bundeshaus und nun in St. Moritz. Bald geht’s los! |
| Beim letzten News-Briefli startete ich gerade ins Abenteuer Argentinien. Am sogenannten „Ende der Welt“ in Ushuaia gelandet, machte ich mich auf die Weiterreise nach El Calafate, El Chaltén und in den Torres-del-Paine-Nationalpark. Gemeinsam mit meiner Schwester erkundete ich diese Gebiete Patagoniens bei wundervollem Wetter. Wir wanderten viiiiele Kilometer durch beeindruckende Berglandschaften, sahen Gletscher, wie es sie nur in Südamerika gibt, erkundeten die «härzigen» Dörfer und tauchten in die argentinische Kultur und ihre Menschen ein. Diese zwei Wochen werde ich nie vergessen! Zurück in Ushuaia warteten mein Team und der Trainingsalltag auf mich. Das Skigebiet Cerro Castor erstreckt sich von rund 200 Metern über Meer bis auf gut 1’000 Meter. Dementsprechend war die Erholung viel besser als jeweils auf den Gletschern in Europa, wir konnten viele Kilometer auf dem Schnee sammeln und Trainings im Kraftraum absolvieren. Ein sehr gelungenes, cooles Überseecamp! Wer mehr über die Region, unsere Trainings und weiteres lesen möchte: Kolumne Sina Siegenthaler – Über Mate, Asado und Maradona |
| Zurück in der Schweiz fand neben dem Training in Magglingen auch die Werbewoche in Zürich statt. Dort wurden Videos gedreht, Fotos gemacht und Interviews geführt. Kurz darauf, am 6.10., wurden alle Medaillengewinner des Jahres im Bundeshaus von Sportminister Bundesrat Martin Pfister empfangen. Ein Riesenerlebnis! Danach ging’s für zwei Wochen bei perfekten Bedingungen nach Saas-Fee und für eine Woche auf den Stelvio (ITA) auf den Cross. |
| Ende Oktober, nach einer weiteren Woche in Magglingen, wartete ein weiteres Highlight auf mich: Ich hatte die Ehre, beim Sporthilfe Super10Kampf als Gladiatorin dabeisein zu dürfen! Vor 12’000 Livezuschauern ins Zürcher Hallenstadion einzulaufen, den Tag und Abend mit Schweizer Sportlegenden zu verbringen und dabei erst noch Geld für die Stiftung zu sammeln, welche mich und viele weitere Athleten seit Jahren unterstützt, war unglaublich. Wahre Hühnerhautmomente! Wer das Spektakel im Fernsehen erleben möchte: Samstag, 29.11.25 um 20:10 auf SRF 1 |
| Anfang November ging’s für zwei Wochen ins österreichische Pitztal auf den Gletscher. Wir hatten in allen Camps richtiges Wetterglück und super Bedingungen. Dementsprechend konnte ich sehr viele, qualitativ hochwertige Runs und Heats fahren. Diese Woche standen nochmals ein Leistungstest sowie ein paar Tage zuhause an. Nun geht es für die unmittelbare Wettkampfvorbereitung noch für knapp zwei Wochen nach St. Moritz. Mit diesem letzten Schliff freue ich mich riiiiiesig darauf, in der Woche vom 8.12. die Weltcupsaison zu lancieren. |
| Weltcup Cervinia (ITA) Fr., 12.12. – Qualifikation Sa., 13.12. – Finals Ich werde euch kurz davor informieren, wo das Rennen übertragen wird. Leider wird es auch diese Saison wieder schwierig mit Livebildern – aber ich gebe mein Bestes, euch auf dem Laufenden zu halten ;-). Falls jemand hinter dem Matterhorn zuschauen möchte (auch als Tagesausflug möglich): sina.siegenthaler.fanclub@gmail.com Bis dahin alles Liebe Öii Sina ….uuund hier noch ein aktueller Artikel der Wochenzeitung über die Vorbereitung und die Olympischen Spiele: https://www.wochen-zeitung.ch/d/id/71217/t/Die-Vorfreude-auf-Olympia-und-das-Selbstvertrauen-sind-gross |
News-Briefli vom 25. August 2025
| Was für ein Sommer! Aber lest selber: |
| Im letzten News-Briefli habe ich vom geplanten Empfang im Kemmeriboden-Bad erzählt. Dieser fand am 7. Juni statt – und es war für mich ein riesiges Highlight! Nach der Fanclub-Hauptversammlung genossen meine Supporter, Sponsoren, Gönner und Fanclubmitglieder gemeinsam ein Mittagessen in Schangnau. Anschliessend fuhren wir weiter ins Kemmeriboden-Bad. Ich durfte zusammen mit meiner Familie in der alten Schangnauer Postkutsche einfahren – ein unvergesslicher Moment! So viele Leute warteten dort auf uns, ich war schlicht überwältigt. Die Hohgant Treichler eröffneten die Feierlichkeiten und mein Coucousin führte wunderbar durch den Anlass. Abends konnte ich kaum einschlafen, so intensiv waren die Eindrücke. Ein riesiges Dankeschön an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben – allen voran Res Wüthrich / Skiclub Schangnau & Bäckerei Bieri, die Familie Invernizzi mit dem Kemmeriboden-Team, der Verkehrsverein und die Gemeinde Schangnau, die Hohgant-Treichler, Jan Siegrist sowie viele weitere Helfer, Materialsponsoren und Supporter. Ihr seid grossartig! |
| Selbstverständlich habe ich im Sommer nicht nur gefeiert und die Beine hochgelagert. Für mich ist diese Jahreszeit fast noch intensiver als der Winter – einfach auf eine ganz andere Art. Nach zwei Wochen Ferien in Sri Lanka starteten wir Anfang Mai ins Trainingslager in Les Deux Alpes (FRA) mit perfekten Bedingungen: Riesenslalom, Sprünge, Cross und sogar Neuschnee. Danach folgten Leistungstests und der Umzug nach Magglingen. Dort bezog ich ein WG-Zimmer und trainierte jeweils von Montag bis Samstagmorgen in der Top-Infrastruktur des BASPO: Kraft, Ausdauer, Koordination, Skateboard, Bike – ergänzt durch Eisbäder, Sauna, Massagen und weitere Regenerationsmethoden. |
| Neben dem Training standen zahlreiche Termine an: Sponsorenanlässe, Vorträge, die 1.-August-Rede in Lützelflüh, Besuche an Schwingfesten und Nationalturntagen, Wanderungen, Biketouren, mein erstes Bikerennen, ein Klettersteig (trotz Höhenangst) und gleich zwei Hochzeiten. Es waren intensive, abwechslungsreiche 14 Wochen, in denen ich sportlich grosse Fortschritte machen konnte. |
| Jetzt ist es Zeit, das Training auf den Schnee zu bringen. Während ich dieses Briefli schreibe, sitze ich im Flugzeug nach Buenos Aires. Von dort fliege ich weiter nach Ushuaia, wo ich meine Schwester treffe. Geplant sind ein Snowboardtag, ein Kurztrip nach Patagonien und dann, ab Anfang September, Trainings mit meinem Team in Feuerland. Bis Ende Monat wollen wir die winterlichen Bedingungen nutzen, viele Kilometer sammeln und uns optimal vorbereiten – damit wir im Oktober auf den Gletschern in Europa nur noch Feinschliff betreiben müssen. Darauf freue ich mich riesig! Im nächsten News-Briefli werde ich euch von meinen Eindrücken aus Patagonien, Feuerland und Ushuaia berichten. Bis dahin alles Liebe Öii Sina |
| Äs chliises „guet z’wüsse„Ushuaia nennt sich stolz „die Stadt am Ende der Welt“ – und dieser Titel passt perfekt (jedenfalls von dem, was ich an meinem ersten Tag hier gesehen habe). Ganz unten auf der Isla Grande von Feuerland gelegen, ist sie die südlichste Stadt des Planeten. Hinter ihr ragen die letzten Ausläufer der Anden empor, vor ihr breitet sich das wilde Meer Richtung Antarktis aus. Hier fühlt man sich wirklich so, als könnte die Landkarte gleich enden.Der Name Feuerland geht auf Ferdinand Magellan zurück, der 1520 die vielen Lagerfeuer der Ureinwohner am Horizont sah. Damals war es ein geheimnisvoller Ort voller Rauch und Flammen – heute ist es ein Ort, an dem sich Abenteuerlustige sammeln, um Expeditionen ans „wirkliche“ Ende der Welt, die Antarktis, zu beginnen.Ushuaia selbst hat rund 75.000 Einwohner und wirkt wie eine kleine bunte Oase am Rand der Zivilisation. Hier gibt es ein altes Gefängnis (heute Museum), den berühmten „End-of-the-World-Train“ und den Tierra-del-Fuego-Nationalpark, wo Wälder, Gletscher und Seelöwen zeigen, dass die Natur hier das letzte Wort hat. Ich freue mich, ein paar dieser Eindrücke und die schönen Pisten auszukosten 🙂 |
News-Briefli vom 04. April 2025
| Die Heim-WM-Woche – das Saisonhighlight – ist schon vorbei. Es waren aufregende Tage voller Emotionen. Diesmal gibt’s nicht viel zu sagen… Nur ein paar Sätze über die Tage im Engadin und über ein Stück Edelmetall an einem Bändeli! |
| Ich war die schnellste am Trainingstag und gewann Tags darauf auch die Qualifikation. Beides habe ich noch nie geschafft, weder an einem Weltcup, noch an sonst einem Rennen. Ich liess mich davon nicht ablenken oder unter Druck setzen und freute mich einfach riesig auf die Finals. Im Viertelfinale war ich bereits mit meiner Berner Teamkameradin Noémie Wiedmer im Heat und es sah sehr vielversprechend aus, dass wir beide weiterkommen. Ein Fehler von uns beiden endete in der letzten Kurve mit Sturz – ich qualifizierte mich jedoch trotzdem noch für’s Halbfinale. Durchatmen und weiter. Im Halbfinale hatte ich einen super Start und führte das Feld von vorne an. Meine Gegnerinnen nutzten aber den Windschatten und überholten mich vor der letzten Kurve – ich konnte nichts mehr dagegen ausrichten. Im kleinen Finale war das Glück auch nicht auf meiner Seite und ich beendete meine zweite WM auf dem 8. Rang. An sich sicher nicht schlecht, die Enttäuschung war jedoch gross. |
| Trost fand ich bei den unglaublich zahlreichen Unterstützern im Zielraum: Was für eine Stimmung, es war einfach unglaublich!! Herzlichen Dank dem ganzen Fanclub und allen, die dabei waren, ihr seid einfach HAMMER!! Nach dem Rennen folgte die Analyse und Physiotherapie. Ich musste mich aufraffen: Am Samstag stand der Teamevent mit Valerio Jud an und ich wollte nochmals alles geben – für’s Team, für die Organisatoren & Volunteers, für die Supporter und Sponsoren, meine Familie und Joel, für alle Beteiligten, für die Schweiz. Ich schlief kaum. |
| Im Training kehrte sich alles wieder zum Guten. Ich spürte, wieso ich das alles mache und gewann nicht nur den Heat, sondern auch mein Selbstvertrauen zurück. Lange Rede – kurzer Sinn: Valerio zeigte gute Leistungen, übergab aber bei sämtlichen Heats als Vierter. Im Halbfinale öffnete sich meine Klappe 2.8 Sekunden nach dieser der Ersten, ich holte jedoch alles auf und gewann den Heat! WOW, im Ziel bebte alles! Im Finale gelang mir die Aufholjagd nicht mehr ganz wunschgemäss, aber es schaute tatsächlich die Bronzemedaille der Weltmeisterschaft raus! Diesen Tag werde ich nie wieder vergessen. Die Emotionen, die Menschen, einfach alles. DANKE an ALLE, die irgendetwas dazu beigetragen haben und danke Valerio! Die Siegerehrung fand direkt vor dem Bigair-Finale und dem SIDO-Konzert statt. Wow, ich wünschte, sowas könnte jede/r Mal erleben! So viele Menschen und was für eine Stimmung! |
| Der Sonntag diente dann zur dringend benötigten Erholung, am Montag Morgen flogen wir bereits nach Kanada. Hier finden am Wochenende die zwei letzten Weltcups dieser Saison statt. Freitag Quali Samstag Finals Sonntag Weltcup Nr. 2 Infos zu den TV-Streams wie immer auf meinen Social Media Kanälen 🙂 Bis sehr bald und häbet’s guet, Sina |
News-Briefli vom 26. März 2025
| Kurz nach dem letzten Briefli flog ich in die Türkei und nach Georgien, danach stand Montafon an und jetzt grüsse ich bereits aus St. Moritz! Aber von vorne: |
| Der Weltcup in Erzurum (TUR) fand nach 2017 (ohne mich) zum zweiten Mal statt. Ich wusste also nicht, was mich erwartete. In der Türkei fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl. Das Essen, der Schnee, das Skigebiet und die Landschaft, die Leute und die Kultur – alles war super! An den Kurs musste ich mich etwas länger gewöhnen – die sieben schlagigen Steilwandkurven waren die ultimative Probe für mein Sprunggelenk und ich konnte nicht von Anfang an voll committen. Es wurde aber immer besser und die Qualifikation beendete ich auf dem sechsten Rang. In den Finals zeigte ich ein starkes Viertelfinale. Im Halbfinale fand ich kein Rezept für ein Überholmanöver und beendete den Wettkampf auf Rang 6. Im Teamevent war ich mit Kalle Koblet ins Team Schweiz 1 eingeteilt. Im Viertelfinale wurde er abgeschossen und ich konnte den Maximal-Penalty nicht mehr aufholen, es resultierte der neunte Rang. |
| Bereits am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zirka 12 Stunden bis nach Gudauri. Dieser Cross lag mir (4. Rang Qualifikation) und ich freute mich sehr auf die zwei Wettkämpfe. Nach einem kleinen Materialfehler konnte ich am Samstag den Start nicht schnell genug anpassen, war bei einem Element viel zu kurz und stürzte. Am zweiten Tag hatten wir keine Quali und ich war bereits im Achtelfinale in einem starken Heat eingeteilt. Dieses gewann ich noch – im Viertelfinale war dann Schluss: Mir gelang zwar der Angriff auf die Tagessiegerin vom Samstag mit viel Risiko, ich hatte jedoch danach kleine Schwierigkeiten und war wieder weg. Ränge 13 & 9. |
| Nach einigen Tagen zuhause und im Kraftraum fuhr ich letzte Woche nach Montafon (AUT). Dieser Kurs war ähnlich wie derjenige in der Türkei, ich wusste, dass ich schnell sein kann. Der achte Platz in der Quali entsprach nicht ganz meinen Erwartungen, ich wusste aber, dass in den Heats viel möglich war. Diese Zuversicht verpuffte im Viertelfinale nach einem für mich guten Start in der ersten Kurve nach einer kleinen Kollision und einem Verkanter, ich stürzte. Das war nicht das, was ich vor der WM wollte, aber ich kann nochmals alles drehen und hoffe auf Leistungen wie diese in China – so liegt vieles drin! |
| …und jetzt zum Highlight der Saison: Heim-WM St. Moritz!!! Am Sonntag bin ich direkt ins Engadin gefahren. Heute konnten wir den WM-Kurs zum ersten Mal fahren und ich bin begeistert! Es ist eine sehr coole Strecke und ich war schnell unterwegs. Nun freue ich mich auf die morgige Qualifikation (Startnummer 8) und hoffentlich die Finals am Freitag sowie den Teamevent am Samstag (da können wir nur ein Team stellen, somit muss ich morgen und übermorgen die beste Schweizerin sein, um starten zu dürfen). TV: Bitte ALLE am Freitag ab 11:45 Uhr SRF 2 einschalten Weitere Updates zur Quali & co. findet ihr wie immer auf meinen Social Media Kanälen. Und im SRF, auf welovesnow.ch (Instagram & Facebook), auf neo1(Sportstory) und auf vielen weiteren Kanälen findet ihr Gespräche & Artikel über Ziele und vieles mehr. Bis glii, Sina Foto 2 & 3: FIS Snowboard, Foto 4: Stephan Bögli |
News-Briefli vom 21. Februar 2025
| Es gibt wieder einiges zu erzählen! Am ersten Wettkampftag in China hatte ich mir mit dem zweiten Rang in der Qualifikation eine gute Ausgangslage verschafft. Diese konnte ich im ersten Heat lange nutzen – ich hatte einen schnellen Start (was bei mir eher selten vorkommt ;-)) und konnte eine saubere Fahrt runterbringen. Ein kleiner Fahrfehler in der letzten Kurve und taktische Geschicklichkeiten meiner Gegnerinnen im Windschatten liessen mich jedoch knapp im Viertelfinale stehen, es resultierte der 9. Schlussrang. |





| Ich fühlte mich mental und körperlich super, so konnte ich den Samstag schnell abhaken. Aufgrund der Trainings- und Qualizeiten wusste ich, dass hier etwas drinliegt. Der Zeitlauf am Sonntag Morgen liess mich jedoch nochmals zittern: Der Start gelang mir nicht und ich verlor viel Geschwindigkeit. Dank einer sauberen Fahrt im unteren Teil belegte ich dennoch den neunten Rang. In den Finals der Top-16 konnte ich mich Lauf für Lauf durchkämpfen und landete im grossen Finale. Übrigens: dies war mein erster grosser Final in einem 4er-Heat-Rennen, vorher war ich dreimal in Cervinia mit fünf weiteren Frauen um die Podestplätze am Kämpfen. Mehr dazu, siehe unten. Nach einer soliden Fahrt feierte ich meinen dritten Weltcup-Podestplatz, der zweite in einem Einzelrennen. Wow, das war richtig cool! Nach einer generell schönen Woche war dieser Abschluss schliesslich noch das „Tüpfli auf dem i“. |

| Bereits am nächsten Tag flogen wir nach Hause. Es folgten einige Trainings im Kraftraum, bevor wir letzte Woche via Reiteralm nach Cortina d’Ampezzo fuhren. Der Nachtevent in den Dolomiten ist immer speziell und ich freute mich auf eine coole Strecke. Kurz vor dem ersten Schneetraining dann der Schrecken: Mein Sprunggelenk knickte im Off-Snow-Training ab. Ich merkte, dass es nicht allzu schlimm war, es schwoll jedoch schnell an und die Schmerzen wurden am Abend stärker. Um Schlimmeres zu vermeiden und die restliche Saison nicht zu gefährden, reiste ich am Freitag frühzeitig ab, traf Abklärungen und startete unmittelbar mit Reha-Massnahmen. Dies erlaubte dem Fuss, schnell zu heilen und ich konnte bereits vorgestern wieder ein paar Schwünge im Bumbach schmerzfrei machen. |

| Nun packe ich bereits für den nächsten Weltcupblock in der Türkei und in Georgien meine Sachen. Am Sonntag Morgen fliegen wir ab, am Wochenende finden die Weltcups statt. Wann es wo übertragen wird, werde ich wie immer zeitnah auf meinen Social Media Kanälen und der Website unter News bekanntgeben. Bisher war ORF Sport +immer dabei (Sunrise TV / Swisscom TV) :-). Wer eine Pushbenachrichtigung wünscht und auch sonst immer up do date sein will: Mit einem Beitritt zum Fanclub Sina Siegenthaler erhaltet ihr einen Link zur WhatsApp-Gruppe, durch welche ihr laufend auf dem neusten Stand bleibt. Mail an sina.siegenthaler.fanclub@gmail.com. Bis glii, Sina |

| TeleBärn Sporttalk vom Mittwoch, 19.2.2025 https://www.telebaern.tv/sport-talk/sina-siegenthaler-boardercross-hoffnung-aus-dem-kanton-bern-159791870 |
News-Briefli vom 31. Januar 2025
| Nach einer sechswöchigen Wettkampfpause geht’s endlich in China weiter. Aber von vorne, da war einiges los! |
| Kurz, nachdem ihr vor Weihnachten mein letztes Newsbriefli erhalten habt, mussten wir im Snowboardcrossteam eine Hiobsbotschaft verarbeiten. Dass unsere langjährige Teamkameradin Sophie Hediger so früh aus dem Leben gerissen wurde, hat uns aus jeglichen Gedanken an unsere weitere Saison gerissen und uns auf steinharte Weise gezeigt, wie schnell alles vorbei sein kann. Sie ist jeden Tag in unseren Gedanken präsent, nur zu gerne würde ich morgen mit ihr im Startgate stehen. Ride in peace, liebe Sophie. Wir vermissen dich.Dieses Ereignis hatte auch Einfluss auf die Trainingsplanung. Das erste Camp im neuen Jahr wurde vom Training zu zusammen snowboarden, gedenken und einander in den verschiedensten Lagen unterstützen. Ich bin der Meinung, dass wir das als Team sehr gut lösen konnten. Schon bald lagen qualitativ hochwertige Trainings auf dem Cross in St. Moritz drin und ich konnte Energie daraus schöpfen, als wir beschlossen, für Sophie zu fahren. In der folgenden Woche fand ich zurück zu meiner alten Form. Ich genoss jede Sekunde auf dem Snowboard, das Wetter stimmte, die Trainingsleistungen auch. Danach bereitete ich mich eine Woche im Kraftraum auf die kommenden Wettkämpfe vor. |
| Am Sonntag flogen wir via Peking nach Changchun. Die ersten Eindrücke von China (ich war schon 2x hier, aber beide Male während Corona…) liessen nicht lange auf sich warten. In Beidahu, wo unsere Wettkämpfe stattfinden, assen wir Dinge, die wir noch nie gesehen haben, sahen viiiiel mehr Snowboarder, als Skifahrer (weil das hier viel angesehener ist :-)) und mussten uns Alipay herunterladen, um überhaupt etwas kaufen zu können. Die Eisskulpturen sind riesig, die Feuerwerke zum chinesischen Neujahr unglaublich schön und gross und der Neuschnee bleibt hier viel länger in der Luft, wenn man ihn aufwirbelt, als bei uns. Einige Autos sehen aus, als wären sie bei Temu bestellt worden (keine Produktplatzierung ;-)) und es kann praktisch niemand Englisch – Google Übersetzer regelt.Gestern stand das erste Training auf dem Kurs an. Der Hang ist ziemlich flach und der Schnee so trocken und kalt, dass man relativ langsam ist. Trotzdem passt mir der Cross sehr gut und es macht richtig Spass, ihn zu fahren. |
| Bei der heutigen Qualifikation konnte ich an meine Trainingsleistungen anknüpfen und auf den 2. Rang vorfahren. Das ist mit Abstand mein Quali-Bestergebnis und ich werde morgen alles geben, dies zu meinen Gunsten nutzen zu können.Sowohl der Weltcup von morgen Samstag, wie auch dieser vom Sonntag werden auf ORF Sport + ab 7:24 Uhr übertragen (zuerst 8 Männerheats, ich bin im 4. Frauenheat). Diesen Sender findet ihr auf Sunrise TV, Swisscom TV oder (ev. mit VPN) hier. |
News-Briefli vom 23. Dezember 2024
| An meinem Lieblingsrennen in Cervinia erkämpfte ich mir Mitte Dezember mein erstes Top-8 Resultat der Saison. Sowohl in der Qualifikation, als auch in den Finals erreichte ich den siebten Rang. Herzlichen Dank an alle, die mitgefiebert haben! An dieser Stelle auch Props an mein Team – momentan funktioniert sehr vieles – so macht’s echt Spass! Unter Berücksichtigung der Umstände mit dem Sprunggelenk bin ich mit diesem Resultat sehr zufrieden. Es zeigt die Richtung an und ich weiss, dass ich dieses Jahr vorne mitmischen kann. Nichts desto trotz werde ich die kommenden Wochen nützen, die ausgemachten Defizite aufzuholen: meine Fahrten waren nicht gut genug, da geht mehr. Zudem brauche ich mehr Heats in den Beinen. |
| Die Zeit dazu habe ich jetzt: Aufgrund der Absage des Weltcups in Tschechien haben wir tatsächlich kein einziges Rennen im Januar. Sehr schade – ich hoffe immer noch, dass wir in den nächsten Jahren einen klügeren, schneesichereren Wettkampfkalender haben werden. Aber leider ist in unserem Sport einfach viiiiel zu wenig Geld im Spiel…Jänu, somit sieht mein Plan folgendermassen aus: Weihnachten feiern, danach in Grächen und Davos die Altjahreswoche verbringen und so viel snowboarden, splitboarden, langlaufen, skifahren usw. wie möglich. Im neuen Jahr starten wir mit zwei Camps in St. Moritz und fliegen Ende Januar für den nächsten Weltcup nach China. Bis dahin arbeite ich weiter an meinen physischen Zielen. Nun wünsche ich euch allen einen besinnlichen Heiligabend, ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Liebsten und ein gesundes, glückliches 2025. SinaP.S.: das Video vom Viertelfinale in Cervinia könnt ihr euch auf meiner Website unter News anschauen 🙂 |
News-Briefli vom 12. Dezember 2024
Kurz nach dem Versenden des letzten News-Briefes reiste ich ins Pitztal (AUT). Auf dem Plan stand in erster Linie Pistefahren und nach dem Rückschlag im Sprunggelenk auch an die ersten Fahrten im Kurs herantasten. Schliesslich wusste ich nicht, ob die gerissenen Bänder nach fünf Wochen bereits genug verheilt waren.![]()
Am Trainingstag fühlte ich mich bereits gut und entschied mich, am Europacup am Folgetag in der Qualifikation zu schauen, ob ich mich unter Wettkampfbedingungen auch schon wieder wohl fühle. Mit dem sechsten Qualirang und ohne Schmerzen fuhr ich danach obendrein meinen ersten Heat im Viertelfinale. Als es eng wurde zog ich zurück, konnte den Tag aber sehr zufrieden in den Top-10 abschliessen.
Vom Pitztal reisten wir direkt nach St. Moritz. Dort profitierten wir von den besten Bedingungen.
Es folgte eine Woche zuhause mit vielen Trainings- und Physiosessions. Ich schraubte hauptsächlich an den ausgemachten Defiziten im Fuss und an der Zurückgewinnung der Maximal- und Explosivkraft.![]()
Am Montag bin ich nach Cervinia (auf der italienischen Seite des Matterhorns) gereist. Es ist, nicht nur wegen meines ersten Sieges letztes Jahr, mein absoluter Lieblings-Stopp auf der Weltcup-Tour. Entsprechend gross ist die Vorfreude auf die Wettkämpfe hier.
Heute fand das offizielle Kurstraining statt. Der Cross ist etwas anders als in den vergangenen Jahren, ich fühle mich aber bereits wieder sehr wohl. Mit einem riesigen Smyle werde ich somit morgen um 14:15 Uhr mit der Startnummer 2 in die Qualifikation starten.![]()
Die Qualiresultate findet ihr ohne Bilder auf dem FIS-App und später auf meinen Social-Media-Kanälen.
Die Finals der Top-16 Ladies und Top-32 Jungs werden am Samstag live ab 11:30 Uhr übertragen:
Eurosport 2
ORF Sport +
RaiSport
(z.B. Eurosport Abo oder Sunrise/Swisscom TV)
Bitte alle einschalten, wir brauchen unbedingt eine gute Einschaltquote, damit in Zukunft mehr Wettkämpfe übertragen werden! Danke <3
Weitere Infos zur Übertragung, den Heats usw. gibt’s kurz vorher auf meinen Social Media Kanälen und der Website unter News.
News-Briefli vom 20. November 2024
| Ich freue mich, nun wieder vermehrt News-Briefli zu schreiben. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Saison bald losgeht! Sorry für den langen Brief, es ist jedoch auch einiges gelaufen ;-)Aber von vorne: |
| Im Juli schrieb ich euch direkt aus Singapur. Gut zwei Wochen reiste ich danach mit einer Kollegin durch Malaysische Dschungel und Städte. Die Erlebnisse und Erfahrungen dort waren der Hammer und ich tankte frische Energie für die weitere Saisonvorbereitung, während das Training nicht zu kurz kam. Immer wieder fand ich Krafträume und im Dschungel wanderten wir stundenlang. Ein sehr gelungener Zwischenhalt auf der langen Reise nach Australien! |
| Anfang August flog ich alleine weiter nach Melbourne und hatte schöne Erlebnisse auf der Great Ocean Road, beim Surfen, in Parks und beim Beobachten von Kängurus und Koalas. Eine knappe Woche später startete das Trainingslager mit meinen und den australischen Teamkameraden auf dem Mount Hotham. Aufgrund einer Flugverspätung aus der Schweiz war bereits am ersten Schneetag ein Rennen angesagt. Bei Sonnenaufgang starteten wir ein kurzes Pistentraining, bevor die Inspection für den Australien-Neuseeland-Cup anfing. Es folgten gleich zwei weitere Rennen nacheinander. Wir bestritten sie, um unter Wettkampfbedingungen zu trainieren, sie hatten somit nicht wirklich einen Stellenwert. Somit entschied ich mich dazu, neu Gelerntes, vor allem aus dem Mentaltraining, umzusetzen und auszuprobieren. Nach dem ersten Tag musste ich einiges anpassen, am zweiten funktionierte nicht viel und das Wetter spielte verrückt, weshalb ich kein Risiko einging und zurückzog. Am dritten Tag stimmten alle Zahnräder ineinander und ich konnte ein super Rennen liefern. Nach einem sehr knappen Fotofinish im Finale und umstrittenen Entscheidungen reichte es mir zwar nur für den 4. Rang, die Erfahrungen und die Umsetzung meiner mentalen Ziele waren jedoch viel wichtiger als das Resultat. |
| Danach folgten zwei Wochen Training. Viel Wind, viel Ungewissheit, viele Starts, wenig Schnee. Etwa so würde ich die Zeit dort beschreiben. Wir hatten wirklich Pech mit dem Wetter und konnten deshalb auch nicht so viele Heats und ganze Läufe fahren, wie wir wollten. Wir machten jedoch das Bestmögliche daraus und flogen Anfang September wieder zurück. |
| Viel Zeit für die Akklimatisierung blieb mir nicht. Zwei Tage später rückte ich für einen dreiwöchigen WK-Trainings-Block in Magglingen ein. Ziel war es, im Off-Snow-Training nochmals einen Schritt vorwärts zu kommen. Die Trainingsmethoden eines anderen Trainers verursachten viel Muskelkater und ich reiste Ende September und Anfang Oktober mit viel Selbstvertrauen zweimal auf den Stelvio (Italien). Dort lag der Fokus auf Riesenslalom und der Kurventechnik.In der Swiss-Ski Werbewoche entstanden coole Beiträge für die nächste Saison. Kurz darauf ging das Training in Saas Fee weiter. Wieder hatten wir grosses Wetterpech – diesmal war das Skigebiet drei Tage am Stück geschlossen. Der vierte und fünfte Tag machte dies jedoch wieder gut: Wir fanden Traumbedingungen und einen coolen, Weltcuptauglichen Kurs vor. In der darauffolgenden Woche machte ich in Magglingen die Muskelleistungsdiagnostik (MLD, Krafttest). Mit den Resultaten bin ich sehr zufrieden – man sieht, dass ich endlich den ganzen Sommer trainieren konnte, ohne Verletzung, ohne Krankheit. Ich freute mich auf die Woche darauf, auf’s Camp in Saas Fee. |
| Bei perfektem Wetter und super Bedingungen waren wir somit wieder im Wallis. Ich verbrachte einen super Trainingstag, bis ich in der letzten Fahrt in den Schlägen einer Frontside-Kurve versank und einen Schlag in’s Sprunggelenk erwischte. Mein ohnehin schon vorbelasteter Fuss zwang mich zu einer Pause, zwei Bänder rissen. Ich habe aber zum Glück die beste medizinische Betreuung, welche man sich wünschen kann und eine sehr gute Heilung. Nach zwei Wochen zuhause und zwei Wochen Magglingen bin ich jetzt wieder fit und munter für’s Camp im Pitztal und St. Moritz nächste Woche. Dem pünktlichen Saisonstart in Cervinia, wo ich als Titelverteidigerin in’s Gate stehen darf, sollte somit nichts im Weg stehen! :-)Bis glii,Sina |
News-Briefli vom 20. Juli 2024
| Nach einer eeewig langen Newsbriefli-Pause und ganz vielen Erlebnissen melde ich mich aus Singapur zurück. |
| Geplant war, euch in einem Newsbriefli einen Saisonrückblick zu schicken. Da die meisten von euch, alle Fanclubmitglieder und Unterstützer, wahrscheinlich bereits ein „Büechli“ erhalten haben, habe ich ihn für alle anderen auf die Website geladen. Et voilà – hier findet ihr meine Gedanken und die Bilanz meiner bisher erfolgreichsten Saison der Karriere. Seither ist einiges gelaufen: Nach einer weiteren Schneewoche mit Materialtests in St. Moritz ging’s zum Kopflüften 10 Tage in die Bike-Ferien. Anfang Mai startete ich gleich mit Leistungstests in die neue Saison, danach folgte das Aufbautraining für die WM-Saison. Mit Radeinheiten und Kraftausdauertraining steigerte ich über mehrere Wochen meine Substanz für den Aufbau und die ganze Saison. |
| Am 1. Juni 24 fand dann mein Seasonend-Treff im Schangnau statt, wo ich mit zahlreichen Supportern und dem Fanclub die Saison ausklingen lassen durfte. Dieser Anlass erfüllte mich einmal mehr mit Stolz, ein soooo unglaubliches Umfeld haben zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren, und auch an alle, die verhindert waren. -> Willst du nächstes Jahr auch dabei sein? Melde dich jetzt bei sina.siegenthaler.fanclub@gmail.com als Fanclubmitglied oder Gönner. Ende Juni fuhr ich nach Italien, um mit Biken und Bergläufen mit dem Weltcupteam die Saison zu lancieren. Livigno ist kein Zufall: Dort werden die Cross-Wettkämpfe der Olympischen Spiele Milano Cortina 2026 ausgetragen. Ich als passionierte Bikerin war begeistert von der Woche :-). Weiter ging es in Magglingen mit einer Polysportivwoche. Kunstturnen, skateboarden, Parcours, Krafttraining und Ähnliches unterstützte den Teamzusammenhalt noch mehr und wir entwickelten neue Fähigkeiten. |
| Es folgten zwei weitere „normale“ Trainingswochen und ein weiterer Leistungstest, der bereits gute Fortschritte zeigte. Es macht einfach sooo viel aus, mal mit einem Aufbau, statt einer Reha, in den Frühling und Sommer starten zu können. …Uuuuund dann, packen! Gestern verliess ich die Schweiz Richtung Südosten. Es steht eine aufregende Zeit bevor: In Australien (Mt. Hotham, Victoria) werde ich drei Wochen auf Schnee trainieren. Die Australier haben ein unglaublich starkes Team und super Trainingsbedingungen, weshalb wir den langen Weg auf uns nehmen. Die Bedingung: Wir bezahlen die Reise aus der eigenen Kasse. Der Flugpreis blieb gleich, wenn ich in Singapur einen Zwischenstop dazubuchte. Deshalb entschied ich mich, rund zweieinhalb Wochen früher zu gehen und ein Backpacking-Abenteuer durch Malaysia zu starten. Da stehe ich jetzt also am Changi Airport und warte auf meinen Bus in den ältesten Regenwald der Erde – mit meiner ehemaligen Teamkameradin Léonie, kaum Gepäck, wenig Budget und riesiger Vorfreude. Am 7.8. geht’s dann weiter nach Down Under und Anfang September zurück nach Hause. Ich verspreche euch, im nächsten Newsbriefli ein paar Eindrücke von diesen zwei tollen Orten der Erde zu teilen und in Australien riiichtig Gas zu geben. Die letzte Saison hat gezeigt, dass ich jetzt viele Schneekilometer und Heats brauche. Dafür ist Australien perfekt. Gniesset dr Summer u bis glii, Sina |
News-Briefli vom 23. März 2024
| Die nächsten drei Rennen sind Geschichte – zwei stehen noch an und ich grüsse vom Bärenland. |
| Nach zwei erfolgreichen Rennen in Südspanien reisten wir nach Cortina d’Ampezzo (Italien). Dort fand ein Nachtrennen statt – dieses ist jedes Jahr ein Highlight für die meisten Athleten. Inmitten des Bergmassivs der Dolomiten steht jeweils eine spannende Strecke im Wald, die mit Scheinwerfern beleuchtet wird. Im Zieleinlauf jubeln viele Fans, die Après-Ski-Bar nebenan sorgt so richtig für Stimmung. Der Start war heuer technisch und die Strecke wegen Schneemangel sehr kurz und weich. Normalerweise gehören diese Eigenschaften nicht unbedingt zu meinen Stärken. Nichts desto trotz war ich im Training schnell und konnte mir bereits mit dem ersten Qualilauf (Top-10) einen Finalplatz sichern (als einzige vom schweizer Team). Im Viertelfinale zeigte ich einen sehr guten Lauf. Ich führte (wahrscheinlich zum ersten Mal im Weltcup) nach dem Start. Der Windschatten war jedoch seeehr stark und meine Konkurrentinnen konnten aufholen. So viel, dass zwei von ihnen mich kurz vor der Ziellinie überholten – Platz 9. That’s racing – ich kann mich gar nichts vorwerfen. Das Brems-Areal war Limit. Seeeehr weich und dementsprechend unheimlich tiefe Schläge, Teils sogar Löcher. Schon im Training und in der Quali gab es beim Bremsen sehr viele Stürze. Und da nahm es also mich: nach dem starken Lauf wollte ich hinter meiner Konkurrentin bremsen. Diese sprayte Schnee, ich sah nichts und fuhr direkt in’s Loch. Ich überschlug mich direkt auf Brustkorb und Kopf, mir blieb für ein paar Sekunden der Atem aus. Glück im Unglück, fast wie in Georgien: Prellung und ganz leichte Gehirnerschütterung, blaues Auge. Das war’s. Die darauffolgenden Tage merkte ich nicht mehr viel davon. Dann die Anreise nach Montafon (Österreich). |
| In Vorarlberg erwartete uns ein Doppelevent. Am Trainingstag hatte ich sehr starke Schmerzen. Mit Schmerzmittel und Therapie konnte ich zwei legereegere Läufe machen – mehr, um den Kurs kennenzulernen. Am Qualitag war’s mit den Schmerzen nicht besser. Es fühlte sich manchmal an, als ob ein Messer im Brustkorb stecken würde. Ich gab mein bestes, biss mir auf die Zähne so gut ich konnte. Leider kam noch dazu, dass das Material überhaupt nicht stimmte. Die Quali schaffte ich nicht.Vielleicht musste es so sein. Den Samstag verbrachte ich mehrheitlich im Bett und in Therapie. Ich wollte unbedingt am Sonntag am Start stehen – es fing schliesslich alles bei null an. Es kam besser als erwartet. Weniger Schmerzen, gutes Material + Support von meinem Fanclub = Halbfinal-Qualifikation und damit ein weiteres Top-8-Ergebnis. Nach dieser Woche war das ein cooler Abschluss und eine gute Portion Selbstvertrauen für die zwei letzten Rennen. |
| Diese finden dieses Wochenende in Mt. St. Anne, Québec, Kanada statt. Ich erhoffe mir einen würdigen Abschluss einer sehr strengen, lehrreichen und erfolgreichen Saison. Heute wurde ich in der Quali 9.. Der Kurs ist der coolste, den ich je gefahren bin! Wo es übertragen wird, wird mein Fanclub morgen noch ausfindig machen. Leider sind die Kanadier dort relativ strickt und es kann sein, dass es kein Livestream gibt. Wenn doch:Siehe Instagram, Facebook und Website unter „News“ 🙂 Start: 17:00 (Schweizerzeit)Das nächste News-Briefli wird somit ein Saisonrückblick sein. Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe und bin immer soooo happy, so viel Support von Euch zu erfahren :-)Sportliche Grüsse aus Kanada,Sina |
News-Briefli vom 2. Februar 2023
| Obwohl bereits ein Zwölftel des neuen Jahres vorbei ist, wünsche ich euch allen alles Liebe und hoffe, ihr seid gut gestartet :-). Mein 2023 hat mich auf der Achterbahn bereits so richtig durchgeschüttelt, nun darf es gerne etwas ruhiger und konstanter weitergehen. Morgen (Quali) und am Samstag (Finals) steht ein Nacht-Weltcup in Cortina d’Ampezzo (Dolomiten, ITA) an. |
| Pünktlich auf Jahresbeginn fühlte ich mich erstmals seit langem wieder hundert Prozent gesund und fit. Am 2. Januar reiste ich nach St. Moritz, es stand ein Trainingslager auf einem neu konstruierten Kurs an. Nicht irgendeiner: dieses Jahr wird die Schweizermeisterschaft dort sein, nächstes Jahr ein Heimweltcup und in zwei Jahren die Weltmeisterschaft! Umso cooler, dass wir jetzt dort trainieren können und einen permanenten Cross in der Schweiz stehen haben. Das Training lief super, vom Gefühl und Mentalen her waren es wohl die vier besten Tage seit ewig langer Zeit! Genau daraufhin habe ich jetzt so lange gearbeitet und es fühlte sich dementsprechend super an. In diesem Hoch – und ich tat alles, dass es so bleiben würde – merkte ich nicht, dass mein Körper bereits wieder etwas anderes geplant hatte. Ein Abszess mit vielen blöden Zufällen und einigen Komplikationen wurde mir zum Verhängnis und eine Notoperation war erforderlich. Zum Glück verlief soweit alles gut und ich war danach schnell wieder fit. Die zwei Europacups an der Reiteralm, welche die Weltcup-Wettkampfpause überbrücken sollten, sind somit die einzigen verpassten Rennen und ich bin mit einem leicht „blauen Auge“ davongekommen ;-). |
| Ausnahmsweise kam es mir also auch entgegen, dass wieder Wettkämpfe verschoben wurden. Dem Skigebiet in Kanada fehlte aufgrund eines Gondelunglücks die Betriebserlaubnis, weshalb der Weltcup im März nachgeholt wird. Cortina d’Ampezzo (Italien) konnte deshalb auf dieses Wochenende verschoben werden. Letzte Woche trainierten wir somit nochmals eine Woche in St. Moritz. Wieder lief es super, Körper und Geist sind jetzt wirklich im Hoch und ich freue mich auf die nächsten Tage! Der Kurs hier ist mein erster „Sprint-Event“ und erstmals mit Flut- statt Tageslicht. Morgen 18:00 Uhr Qualifikation (Live-Timing ohne Bild auf der FIS-App) Samstag 18:00 Uhr Finals (TV-Übertragung werde ich auf den sozialen Medien und der Website unter News publizieren) -> sicher auf dem Programm: 19:30 Eurosport2 ——– Save the Date!: Der Fanclub Sina Siegenthaler organisiert für Veysonnaz (Do., 16.03.) und die Schweizermeisterschaft in St. Moritz Corviglia (Sa.,1.4.) Fanreisen, weitere Infos auf der Website! (Noch kein Fanclub-Mitglied?) ——– Auch in Grasgehren (GER) fehlt der Schnee und das Rennen nächste Woche muss abgesagt werden. Somit ist nach dem Weltcup diesen Samstag die Weltmeisterschaft Anfang März voraussichtlich der nächste Wettkampf – also wieder eine sehr lange Pause. Aktuelle Wettkampfplanung Bis bald und liebe Grüsse aus den schönen Dolomiten, Sina |
News-Briefli vom 19. Dezember 2022
| Nach dem gelungenen Weltcupauftakt in Frankreich reiste ich letzte Woche mit einem guten Gefühl nach Cervinia (Italien, hinter dem Matterhorn ;-)). Am Testtag ging der Kurs gar nicht auf, die Testathleten mussten aufgrund von Stürzen teils mit dem Schlitten abtransportiert werden. Selbst am Trainingstag wurden etliche schwere Stürze verbucht. Ich konnte mich jedoch recht gut mit dem schwierigen Kurs abfinden und freute mich auf die Zeitläufe. |
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| Am Donnerstag war es dann so weit. Ich hatte bereits am Morgen ein mummliges Gefühl und konnte dies nicht richtig umwandeln. Das Wetter war extrem unberechenbar, es schneite und es war „flat light“, sprich: man sah absolut keine Konturen am Boden. Aufgrund der sehr schnellen Strecke und in Kombination mit der schlechten Sicht fühlte ich mich an diesem Tag nicht bereit dafür. In der Qualifikation stürzte ich und das Knie und der Fuss (noch von Les Deux Alpes vorbelastet) schmerzten. Zwar raffte mich für den zweiten Lauf nochmals zusammen, hatte jedoch für einen schnellen Lauf keine Chance mehr. So blieb ich in der Qualifikation hängen. Am Samstag starteten wir im Achtelfinale in die Heats. Das Wetter war gut und ich fühlte mich wieder bereit. Im oberen Kursteil hatte ich mit einer Gegnerin schon mehrmals Brett- und Körperkontakt. Die Italienerinnen sind dafür bekannt, gefährliche Manöver anzuwenden, um die Konkurrenz in Schach zu halten. Auch ich war „Opfer“ dieser Angriffe und wurde immer wieder zurückgespült. Schliesslich wurde ich in einer Kurve ins Tor gedrängt und schied wegen des Torfehlers definitiv aus. Sehr schade, ich wusste, dass etwas hätte drinliegen können. Aber immerhin reiste ich nach den guten Fahrten mit einem guten Gefühl und unverletzt nach Hause. |
| Nun stehen zwei Trainingswochen, ein Leistungstest bei Primefocus und natürlich die Festtage an, bevor es am 2. Januar wieder in die Berge geht. In St. Moritz werden wir uns auf die nächsten Wettkämpfe vorbereiten. Nächster Europacup: 13. – 15. Januar 23 Reiteralm (AUT) Nächster Weltcup: 25. – 28. Januar 23 Cortina d’Ampezzo (ITA) ——— Bis morgen (20.12.) um 13:00 läuft auf Instagram noch ein Gewinnspiel für ein Massagegerät von Compex, mitmachen lohnt sich ;-). ——— Wir lesen uns im neuen Jahr! Bis dann: wunderschöne, besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins 2023 wünscht Sina |
News-Briefli vom 12. Dezember 2022
| Gelungener Saisonstart in Les Deux Alpes :-). Letzte Woche startete die Weltcupsaison wie geplant in Frankreich. Am Trainings- und am Qualitag „verliebte“ ich mich gleich in den neuen Stopp in unserem Kalender, vorallem die Startgerade war eine Herausforderung und der Rest machte auch richtig Spass. Genau, wie ich‘s mag ;-). Mit dem ersten soliden Qualilauf qualifizierte ich mich gleich für die Finals. Beim Zweiten bin ich sehr gut gestartet und führte bei der zweiten Zwischenzeit. Im unerwarteten Nebelfeld rutschte ich aus und konnte die Zeit deshalb nicht halten. |
| Am Samstag sollten die Finals stattfinden, über Nacht erreichten jedoch Sturmböen die Dauphiné-Alpen. Noch vor der Besichtigung wurde abgebrochen.Am Sonntag war der Wetterbericht nicht wirklich besser, wir versuchten unser Glück trotzdem nochmals. Die Helfer mussten einige Elemente umbauen, damit sie mit viel klebigem Neuschnee und dem vielen Wind noch einigermassen aufgehen (bei einem grossen Sprung setzten sie die Landung zirka 3 Meter nach hinten, weil wir sonst auch mit abspringen zu wenig weit geflogen wären). Auch den Start konnten wir unmöglich gleich fahren, wie an den anderen Tagen. Das war schade, auch weil es im Fernseher aussah, als ob wir fast stehen bleiben würden. Zum Fahren machte es trotzdem Spass. Ich fühlte mich sehr gut und konnte die Form auch bereits im Trainingslauf und im Viertelfinale beweisen. Im Halbfinale erwischte ich den Start nicht wie gewünscht, konnte danach jedoch den Anschluss finden. Beim Überholmanöver hängte ich an der Bindung meiner Konkurrentin an und konnte einen Sturz nicht verhindern. So konzentrierte ich mich noch auf das kleine Finale, welches ich gewinnen konnte. Mit dem 5. Gesamtrang bin ich mehr als zufrieden, auch weil ich damit bereits die WM-Qualifikation geschafft habe! (Bakuriani, Georgien, Anfang März).Von Montag bis Mittwoch trainierten wir nochmals in Les Deux Alpes und ich konnte gute Fortschritte erzielen. |
| So geht es weiter:Wegen Schneemangel wurde der Doppelevent in Montafon (Österreich) leider ganz abgesagt. Nun bleibt vor dem neuen Jahr noch Cervinia diese Woche, die Italiener werden wahrscheinlich aus einem Weltcup einen Doppelevent machen (Donnerstag Quali, Freitag und Samstag Finals). Sollte jemand spontan Zeit und Lust haben, an diesem eher nahegelegenen Weltcup als Zuschauer mitzufiebern, bitte melden. Mit der ersten Bahn ab Zermatt sollte es möglich sein, rechtzeitig in Cervinia zu sein :-). |
| An dieser Stelle danke ich meinen Sponsoren, Gönnern und weitreren Unterstützern, auf welche ich auch diese Saison zählen darf. Neu als Bandana-Sponsor im „Team Sina“: Bieri Baumaterial, 6197 Schangnau. Herzlichen Dank! Informationen und die Agenda findest du wie immer auf meiner Website und auf meinen sozialen Medien, noch schneller gibt’s die Infos auf der FIS-Website und der FIS-App (auch Live-Resultate :-). Bis zum nächschtä Mau! Sina |
News-Briefli vom 19. Oktober 2022
| Die Zeit rast: seit meinem Chile-Abenteuer sind bereits gut drei Wochen vergangen. In der ersten Woche hatte ich verschiedene Kondi-Tests und Trainings, in der zweiten und dritten trainierte ich in Hintertux und im Pitztal (Österreich) auf den Gletschern. |
| In Hintertux standen hauptsächlich Sprünge auf dem Programm, im Pitztal konnte ich von super Wetter- und Schneebedingungen profitieren und uns wurde ein guter Cross zur Verfügung gestellt. Nun werden wir voraussichtlich noch zwei Wochen auf diesem Kurs trainieren, bevor dort Ende November der erste doppel-Europacup vonstatten gehen wird. Eine Woche später reisen wir nach Les Deux Alpes (Frankreich), wo eigentlich bereits nächste Woche der Weltcup-Auftakt hätte stattfinden sollen. Aufgrund der warmen Temperaturen (zu wenig Schnee) musste dieser verschoben werden. Vor dem neuen Jahr finden somit folgende Wettkämpfe statt: |
| Änderungen werde ich jeweils auf meiner Website aktualisieren, noch schneller gibt’s die Infos auf der FIS-Website und der FIS-App (auch Live-Resultate :-). Bis zum nächschte Mau! Sina |
News-Briefli vom 10. September 2022
| Dieses Mail erreicht Euch Mitten in der Nacht, weil ich gerade am anderen Ende der Welt am Trainieren bin. Normalerweise sind wir um diese Jahreszeit in Saas-Fee, wo jeweils ein super Trainingscross steht. Dieses Jahr sah alles anders aus, die Gletscher in Europa haben stark unter der Hitze gelitten und ein Kursbau war unmöglich. Deshalb haben unsere neuen Trainer (zwei Deutsche, welche letzte Saison noch den deutschen Gesamt-Weltcupsieger trainierten :-)) entschieden, die lange Reise nach Chile anzutreten, um dort von winterlichen Bedingungen zu profitieren. Obwohl wir eine Stunde von Santiago de Chile in einem kleinen Bergdorf auf 2’700 M. ü. M. hausen und es bis zur Grossmetropole keinen Supermarkt und nur ein Restaurant und einen kleinen Kraftraum gibt, geht die Zeit wie im Flug vorbei. Wir haben jetzt zwei von drei Wochen hinter uns und bereits zwölf Schneetage in den Beinen. Es ist wohl naheliegend, dass das intensive Training auf bis zu 3’600 M. ü. M. nicht spurlos an uns vorbei geht und wir die Regeneration am Nachmittag fix in unseren Trainingsplan schreiben. |
| Anfang August trainierten wir drei Tage in einer Indoor-Halle in Holland. Dort musste ich einige Trainings auslassen, da der Knorpelschaden an der Kniescheibe vom letzten Winter noch immer zu starke Schmerzen verursachte. Hier an der frischen Bergluft und im natürlichen Schnee kann ich plötzlich wieder snowboarden, wie wenn nie etwas gewesen wäre. Das gute Gefühl ist zurück und ich fahre wieder gute Zeiten in den Läufen. Ein riesiger Meilenstein für mich! |
| Jetzt stehen die letzten fünf Trainingstage an, bevor es für das Swiss Snowboardcross Team nach Hause geht. Okay, das gilt nicht für mich. Da mich Südamerika schon lange gereizt hat, habe ich noch ein paar Tage privat verlängert, um die unglaublichen Naturphänomene, die zuvorkommenden Menschen, den chilenischen Slang der spanischen Sprache und die endlose Weite dieses Landes zu entdecken. Darauf freue ich mich riesig. Nun will ich nicht mehr länger werden und euch später über den weiteren Verlauf der Saisonvorbereitung informieren. Um ehrlich zu sein, wir wissen selber noch nicht, wie’s nach Chile zurück auf den Gletschern aussehen wird. Was schon ziiiiiemlich fix ist: der Rennkalender 2022/23. Und hoppla, es geht sehr früh auf einem französischen Gletscher mit dem Weltcup-Auftakt los: in Les Deux Alpes fällt bereits am 28. / 29. Oktober das Startgate! |
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News März 2022
Focus on the next season…
Nach der Heimreise aus Peking brauchte ich mehr Erholung als der Wettkamp-Kalender zulässt und im Aufbau bin ich zu wenig weit, um ohne erhöhtes Risiko konkurrenzfähig zu sein. Die Weltcupsaison ist für mich somit gelaufen, an den Schweizermeisterschaften werde ich auch nicht am Start stehen. Der Fokus liegt nun auf der Reha und dem guten Wiedereinstieg in der Saison 2022/23!
Ganz ohne Snowboardcross-Action beende ich den Winter jedoch nicht und freue mich, mit unseren NachwuchsathletInnen ein paar Stunden auf dem Schnee zu verbringen. Unter anderem bin ich als Volunteer an FIS und Openrennen im Einsatz und freue mich über viele coole, talentierte Kids.
Olympische Winterspiele, 10.02.2022
WOOOOW!! Was für ein Tag!!!
Ich bin sooo glücklich über meine ersten Olympischen Spiele. Es ist ein wunderschönes Gefühl, wenn sich das Kämpfen so auszahlt. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und habe viel gelernt, vor allem in der Vorbereitungszeit. Das wird mir helfen, in vier Jahren hoffentlich eine Medaille mit nach Hause zu nehmen! ![]()
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Ein Platz unter den ersten 16 fühlt sich unter allen Umständen wie ein Sieg an… Dem Knie geht‘s soweit gut, es braucht jetzt einfach nochmals eine wohlverdiente Pause. Ich freue mich, bald wieder zuhause zu sein. Vielen Dank für den grossen Support und die vielen Nachrichten, die ich erhalten habe. Ich habe sie alle gelesen, das bedeutet mir sehr viel! Bitte habt noch etwas Geduld mit der Antwort
…und natürlich: Danke an alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben und weiter begleiten werden ![]()
Last but not least: Danke Ladies für so viel Action auf dem SBX-Kurs. Solche spannenden Wettkämpfe machen unseren Sport so besonders. & Lindsey Jacobellis: you’re just awesome, congratulations for the more than well-deserved Olympic victory

05.02.2022
So unreal to be here! ![]()
Mein Kindheitstraum wird wahr! Seit drei Jahren kämpfe ich gezielt für meine Vision, an den Olympischen Spielen in Peking teilzunehmen. Damals, im 2019, wusste ich, dass das nicht einfach wird. Aber dass ich bis in die letzte Sekunde um die Anreise zittern muss, hätte ich nicht gedacht.
August 2021: Trainings-Wiederaufnahme nach 1,5 Jahren EBV-Zwangspause. Der Traum lebte weiter, in Realität durfte ich kaum mehr damit rechnen. Ich gab alles, zeigte gute Trainingsleistungen und konnte diese am Weltcup in China auf der Olympiastrecke abrufen. Dieses gelungene Comeback bewies, dass ich es noch schaffen kann. Dann der Sturz, die Operation vor 4 Wochen und eine Reha, bei welcher jede Physio- und Trainingseinheit über die Teilnahme entscheiden konnte. Als mit dem Knie alles einigermassen gut aussah, kam letzte Woche ein weiterer Schock dazu: ein positiver Corona-Test. Kaum Symptome, aber Unterbruch der Reha, Flugverschiebung. Jeden Tag PCR-Tests, alle mussten negativ sein. Ein riesen Druck, wobei mein Körper entschied, wie schnell er die Virenlast abbauen will. Ganz ehrlich, ich habe ein paar Mal gezweifelt. Aber ich entschied mich immer für‘s Kämpfen, und das hat sich ausbezahlt. Ich bin mit einem weiteren negativen Test im Olympischen Dorf angekommen und kann mein Glück kaum fassen ![]()
Wie es mit dem Knie dann wirklich funktioniert – wir werden sehen. Morgen ist das erste Training angesagt ![]()
1000 Dank an alle, die mich in den letzten Tagen ausgehalten haben. Und natürlich an alle, die mich auf diesem langen Weg begleitet und immer an mich geglaubt haben. Das hier ist für euch!

News Juli 2021
Breaking News! ![]()
Nach mehreren Wochen ohne Schnee, vielen Monaten ohne Training, über einem Jahr ohne Wettkämpfe und 18 Monaten Kampf gegen das Pfeifferische Drüsenfieber EBV bin ich endlich wieder auf dem Gletscher! ![]()
Es fühlt sich wunderbar an, mit dem Team in Italien zu sein und ich freue mich riesig auf die Saisonvorbereitung. Drückt mir die Daumen, dass mein Comeback endlich ohne grössere Rückschläge verläuft! ![]()
Danke für die grosse Unterstützung auf dem Weg zurück!
Der Weltcupkalender 2021/22 sieht bereits vielversprechend aus!:










